Gemeinsame Oberstufe

Theaterprojekt „Helden“

Ein Projekt, das sich gelohnt hat.

In der letzten vollen Schulwoche des vergangenen Schuljahres haben die Schülerinnen und Schüler des jetzigen 10. Jahrgangs, die voraussichtlich einen erweiterten Sekundarabschluss erhalten werden, gemeinsam mit den entsprechenden Schülerinnen und Schülern aus der IGS List und der IGS Vahrenheide/Sahlkamp eine Theaterprojektwoche zum Thema „Helden“ durchgeführt.

Ziel dieses Projektes war es, dass die Jugendlichen unter der Leitung von Hendrik Becker (Theater Löwenherz) ein Theaterstück zum Thema „Helden“ selber gemeinsam entwickeln, inszenieren und aufführen – und das alles innerhalb einer Woche. Insgesamt waren über 130 Jugendliche aus den drei Schulen in das Projekt eingebunden.

Die Woche war sehr intensiv – und das in jeder Hinsicht. Jede Schülerin/jeder Schüler hat sich aktiv bei der Umsetzung des Projekts eingebracht. An der Entwicklung der einzelnen Szenen waren alle Teilnehmer beteiligt. Mit Ausnahme von 5 Schülerinnen und Schülern, die sich um die Technik gekümmert haben, haben alle anderen auf der Bühne gestanden und aktiv mitgespielt.

Während der Auftaktveranstaltung am Montag waren etliche Schülerinnen und Schüler eher skeptisch. Kommentare erfolgten wie: „Theater spielen – wer ist denn auf diese blöde Idee gekommen?“ und „Ich mach mich doch hier nicht zum Horst!“ Auffällig war auch, dass die Schülergruppen der einzelnen Schulen in der Aula der Leibnizschule fein säuberlich getrennt saßen und sich eher misstrauisch beäugten. Aber schon am Montagmittag wurden die ersten Roh-Szenen, die in schulübergreifenden Gruppen entwickelt wurden, ein erstes Mal auf der Bühne präsentiert. Obwohl auch die Möglichkeit bestand, die Szene nur zu beschreiben, haben alle 20 Gruppen sich dafür entschieden ihre Szene vorzuspielen. Das Eis war gebrochen. Spätestens am Donnerstag ließ sich innerhalb der einzelnen Gruppen – oder auch an der „Sitzordnung“ in der Aula - nicht mehr erkennen, wer zu welcher Schule gehörte.

Die Aufführung am Freitag war überaus gelungen. Aus den einzelnen Szenen war ein schlüssiges Gesamtwerk geworden. Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Engagement bei der Sache. Einen besonderen „Gänsehautmoment“ gab es bei der überzeugenden Darstellung von Romeo und Julia, die in verschiedene Zeiten übertragen wurde. Und eine ehrfürchtige, atemlose Stille herrschte in der Aula während der Szene über Sophie Scholl.

Das Feedback der Schülerinnen und Schüler war mehr als positiv. Einige haben sich sogar explizit für die supertolle Projektwoche bedankt. Eltern und Kolleginnen und Kollegen waren auch begeistert.

Die Projektwoche war Teil der Planung für eine gemeinsame Oberstufe der beteiligten drei Schulen. Sie hatte unter anderem das Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler, die die Möglichkeit haben, diese Oberstufe zu besuchen, sich schon einmal im Vorfeld in einem ungezwungenen Rahmen kennenlernen können.

 

Insgesamt hat sich diese Projektwoche auf jeden Fall gelohnt. Sie hat die Schülerinnen und Schüler erreicht und ihnen in vielfältiger Weise Gelegenheit gegeben sich mit dem Thema und ihren eigenen Bedürfnissen und Grenzen auf den unterschiedlichsten Ebenen auseinanderzusetzen und sich dabei noch als Team zu erleben.

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