NIQU-Tag 2015

Wie Inklusion gelingen kann! - der NIQU- Tag 2015

Inklusiver Unterricht – wie geht das?“ Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich der diesjährige NIQU-Tag am Donnerstag, den 12.11.2015. „Inklusion kann nur gelingen, wenn wir den Unterricht delegieren, z.B. an Methoden, Aufgaben oder Mitschüler“, das ist die feste Überzeugung von Prof. Hans Wocken, dem Referenten des diesjährigen NIQU-Tages.

Der NIQU-Tag fand in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Als Veranstaltungsort diente die IGS Büssingweg. Kolleginnen und Kollegen von verschiedenen Integrierten Gesamtschulen aus der Region Hannover und aus Hildesheim nehmen regelmäßig in sechs Fächern an der Arbeit des aktuellen Netzwerkes teil. An einem NIQU-Tag kommen alle Lehrkräfte dieser Schulen zusammen, um im Team gemeinsam an der Vorbereitung, Durchführung und Verbesserung ihres Unterrichts zu arbeiten und sich darüber auszutauschen. Der NIQU-Tag findet zwar nur einmal im Jahr statt, doch die Fachgruppen (Fachsets) treffen sich mehrmals jährlich an festgelegten Terminen, um gemeinsam Unterricht weiter zu entwickeln. Im aktuellen Durchgang arbeiten ca. 90 Lehrerinnen und Lehrer aus 13 Gesamtschulen in NIQU (dem Netzwerk Integrierter Gesamtschulen zur Qualitätsverbesserung von Unterricht) zusammen.

Eberhard Dolezal, Schulleiter der IGS Büssingweg und Leiter des NIQU-Netzwerkes, eröffnete die Veranstaltung in der Aula. Nach der Klärung der organisatorischen Abläufe führte er in das Thema ein und stellte den Referenten Prof. Wocken vor.

Herr Wocken begann sein Einführungsreferat mit einer kurzen grundsätzlichen Einführung zum Thema „Inklusiver Unterricht – geschichtlich betrachtet“ und bezog sich dabei u.a. auf bekannte Pädagogen wie Comenius oder Trapp. Daran schloss sich eine sehr umfangreiche und umfassende Zusammenstellung von Gelingensbedingungen für inklusiven Unterricht an. Aufgelockert wurde dieser sehr gut strukturierte und informative Vortrag durch viele Bilder und Videosequenzen aus dem konkreten Unterricht. Zusätzlich fand im Vortrag auch eine praktische Übung zum Thema statt, in der sich die Zuhörer in Partnerarbeit über zielführende Methoden im inklusiven Unterricht ausgetauscht haben, und Vereinbarungen darüber getroffen wurden, welche Methoden konkret innerhalb der nächsten Woche umgesetzt werden.

Nach dieser inspirierenden Präsentation fanden sich die Lehrkräfte in den verschiedenen Fachgruppen (Fachsets) in Klassenräumen ein, um Methoden des Kooperativen Lernens konkret auszuprobieren und sich dabei über Bedingungen auszutauschen, wie diese auch in inklusiven Unterrichtssituationen gut und zielführend eingesetzt werden können. Parallel zu dieser Phase gab es fachspezifisch zu verschiedenen Zeiten eine Verlagsschau, in der inklusive Lehrwerke präsentiert wurden.

Ab 12.30 Uhr gab es für alle ein Mittagessen in der Mensa und anschließend Kaffee und Kuchen vor der Aula. Nach einem kurzen Input zu organisatorischen Fragen um 13.00 Uhr wurde dann - mit gut gefülltem Magen – die zweite Arbeitsphase in den Fachsets durchgeführt. In dieser Phase gab es Gelegenheit, erste Ideen vorzustellen und offene Fragen zu klären. Anschließend wurde die Zeit bis 15.00 Uhr genutzt, um weiter an den jeweiligen Projekten zu arbeiten. Am Ende dieser Phase wurden erste Arbeitsergebnisse präsentiert und Absprachen für die nächste Sitzung getroffen. Außerdem wurde ein Feedback zum Inhalt und Verlauf des NIQU-Tages erhoben.

Der NIQU-Tag endete im Plenum, wo jedes Fachset kurz präsentierte, woran die Kolleginnen und Kollegen zurzeit gerade arbeiten und in welcher Weise der Impuls von Prof. Wocken in ihre Arbeit Eingang gefunden hat.

Die Auswertung des Feedbacks zum NIQU-Tag ergab, dass die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer mit dem NIQU-Tag sehr zufrieden war. Zum einen wurde das Thema und der Inhalt als gut befunden, zum anderen wurde der Zeitpunkt des NIQU-Tages im Erarbeitungsprozess des eigenen Unterrichts gelobt. Ein besonders großes Lob gab es für die Organisation und Durchführung des NIQU-Tages.

  • Prof. Wocken
  • Fachset Inklusion