Schulprogramm

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Unser Schulprogramm befindet sich gegenwärtig in der redaktionellen Überarbeitung.

Die Elemente und Entwicklungsschwerpunkte stehen allerdings fest und sind in der Folge dokumentiert:

Ziele im Bereich Binnendifferenzierung und Unterrichtsqualität

verabschiedet von der Gesamtkonferenz am 21.12.2016

Eigenverantwortliches Lernen - Individuelle Kompetenzentwicklung - Kooperative Lernformen

Wir fördern eigenverantwortliches Lernen und individuelle Kompetenzentwicklung durch ein Lernkonzept, das die Heterogenität der Schüler (unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Lerntypen) berücksichtigt.

Durch kooperative Lernformen und gegenseitige Unterstützung und Teamarbeit der Schüler untereinander verbessern wir das Arbeitsklima und stärken die Klassengemeinschaft.

Die Projektgruppe „Gemeinsam lernen – eigene Lernwege beschreiten“ hat sich als übergeordnetes Ziel gesetzt, eine bestmögliche Schule für unsere Schülerschaft zu entwerfen und entstehen zu lassen. Der Leistungsstand aller

Schüler/innen soll individuell erfasst werden, um jede/jeden ideal zu fördern und zu fordern. Bereits vorhandene Fähigkeiten sollen ausgebaut bzw. weiterentwickelt werden. Jede Schülerin und jeder Schüler soll die Chance bekommen mit Freude zu lernen, eigene Fähigkeiten zu entdecken, diese aus eigener Motivation heraus weiterzuentwickeln, um so individuelle bestmögliche Leistungen zu erreichen. Gleichzeitig soll das Arbeitsklima innerhalb der Klasse, aber auch zwischen Schüler/innen und Lehrer/innen gefördert bzw.

verbessert werden. Ein individualisiertes Lernkonzept beinhaltet die Verringerung von Über- und Unterforderung und wirkt sich, durch die ausgeglicheneren Schüler/innen, positiv auf das Lernklima in der Klasse aus.

Binnendifferenzierung

Die Heterogenität muss als selbstverständlich - sogar als Chance - betrachtet werden. Nur dann können wir dieser Unterschiedlichkeit besser gerecht werden. Wir schaffen Bewusstsein für die Unterschiedlichkeit der Lerntypen und der damit verbundenen Lernzugänge. Diese Unterrichtspraxis soll Alltag werden. Die Unterrichtskonzepte müssen dahingehend individualisiert werden, sodass unterschiedlichste Lernvoraussetzungen sowie die breite Unterschiedlichkeit der Lerntypen berücksichtigt werden. Außerdem ermöglichen wir individualisiertes und eigenverantwortliches Lernen nicht nur auf der Ebene der Zugänge zu den Lerninhalten, sondern auch auf der Ebene der Quantität sowie der Qualität der Lernaufgaben und der Medien. Dies beinhaltet das Angebot an Zusatzaufgaben und differenzierten Aufgabenstellungen. Die Fachschaften müssen Materialpools anlegen und einen regelmäßigen Austausch über den Unterricht fördern. Das führt langfristig zu einer Arbeitsentlastung und einer stärkeren Zusammenarbeit innerhalb der Fachschaften.

Außerdem machen wir die Lernangebote für die Schüler/innen und die Bewertungskriterien ihrer Leistungen für Eltern und Schülerschaft transparent. Somit werden auch die Rahmenbedingungen der einzelnen Schulabschlüsse verdeutlicht.

Des Weiteren wird die Eingliederung neuer Schüler/innen erleichtert und eine gezieltere Förderung ermöglicht.

Operationalisierte Ziele (bis 2019):

für die Schulentwicklung der IGS Büssingweg

1. Diagnose der Lernvoraussetzungen

  • Die Kompetenzen aus der Grundschule werden erfasst.
  • Die Defizite werden festgestellt.
  • Daraus werden Ziele für einen bestimmten Zeitraum für die Schüler/innen entwickelt.

2. Bereitstellung passender Lernangebote

Ausrichtung des Unterrichts auf die individuellen Lernvoraussetzungen (eher lehrergesteuert)

  • Jede/r Schüler/in wird in jedem Fach mit den für ihn/sie sinnvollen nächsten Lernschritten konfrontiert. Das kann man u.a. daran erkennen:
  • Es existiert für jedes Fach ein Fahrplan mit aufeinander aufbauenden Kompetenzen (Netzform, max. 30 pro Fach).
  • Dieser ist so visualisiert, dass man darin leicht

    den aktuellen Lernstand und die Lernfortschritte seit der letzten Bestandsaufnahme erkennen kann.

  • In allen Fächern gibt es sinnvolle Zusatzangebote.
  • Außerdem gibt es sinnvolle Zusatzangebote jenseits der etablierten Fächer.
  • Unterschiedliche Einstiegs- und Lösungsmöglichkeiten sowie Verarbeitungstiefen werden erarbeitet und bereitgestellt.
  • Aufgaben enthalten gestufte Lernhilfen bzw. Lernsoftware, die Individualisierung ermöglicht.
  • Bei Unterrichtsdurchgängen beträgt der Anteil der Arbeit mit Arbeitsblättern weniger als 30%. (evtl. auch Anteile für Instruktion, handwerkliche Tätigkeiten etc. definieren)

Angebot mit ausreichenden Wahl- und Anschlussmöglichkeiten für möglichst alle Schüler/innen bietet (eher schülergesteuert)

auf der Makroebene:

  • in einem Projekt
  • in einem Freiarbeitssetting
  • im Rahmen eines Wochenplans

auf der Mikroebene:

  • Aufgaben mit unterschiedlichen Einstiegs- und Lösungsmöglichkeiten sowie Verarbeitungstiefen
  • Aufgaben mit gestuften Lernhilfen bzw. Lernsoftware, die Individualisierung ermöglicht
  • Kognitive und soziale Aktivierung: Anspruchsvolle Aufgaben, hohe Erwartungen, reziprokes Lehren und Lernen, Lernstrategien, Kooperatives Lernen

3. Aufgaben der Lehrkraft

  • Eine zuständige Lehrkraft weiß für jede/n Schüler/in über dessen/deren aktuellen Stand auf diesem Fahrplan und die möglichen nächsten Schritte Bescheid (hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Lerntagebücher, Kompetenzraster …)
  • Es ist mindestens ein Verfahren zur strukturierten und ständigen Verbesserung der Unterrichtsqualität eingeführt, an dem alle KollegInnen teilnehmen (z.B. Hospitationsringe, Professionelle Lerngemeinschaften, EMU....)
  • Man hört also nicht mehr den Satz: „Dem/der Schüler/in fehlen völlig die Voraussetzungen“, sondern man schafft sie auf dem gegebenen Niveau. Und es werden keine Klassenarbeiten mehr zur Genehmigung eingereicht, bei denen die SuS aufgrund mangelnden Vorwissens keine Chance hatten.
  • Es wird ein Verfahren eingeführt, welches regelmäßiges Feedback beinhaltet ( das Lernen sichtbar machen; das Lernen aus Sicht der Schüler/innen betrachten, formative Evaluation, Tests mit Feedback)
  • Individuelle Begleitung während des Lernens
  • Überprüfung der individuellen Ergebnisse
  • Klarheit, Strukturiertheit, aktive Lehrerrolle, effiziente Klassenführung
  • Lernförderliches Unterrichtsklima: Positive Lehrer-Schüler-Beziehung, Fehlertoleranz, Respekt und Wertschätzung, Engagement der Lehrkraft

Ziele im Bereich Teamentwicklung

2020 sind alle Lehrkräfte handlungssicher, um den Unterricht bezogen auf die individuelle Kompetenzentwicklung zu gestalten. Dazu nutzen sie alle gemeinsam (SchILF) oder in Gruppen entsprechende interne oder externe Qualifizierungsangebote und sichern den Transfer durch

gemeinsame Umsetzung im Team und gegenseitige, vertrauensvolle Hospitationen.

Umsetzung

Weitere KollegInnen haben bis dahin Schulen besucht, die Vorbild für eine solche Arbeitsweise sein können.

 

Ziele im Bereich des sozialen Lernens:

In Ruhe arbeiten - In Frieden leben - Erfolg im Leben

2019 herrscht ein soziales, lernfreundliches Klima, welches sich durch respektvolles Verhalten, Lernerfolge und Wohlbefinden aller Menschen der Schulgemeinschaft zeigt und auf dem Konzept von Grüner basiert.

Status: verabschiedet am Schulentwicklungstag, 28.04.2016, eine erste Fortbildung für Jahrgang 5 und Jahrgang 10 (den nächsten Jahrgang 5) wurde in der ersten Novemberwoche 2016 durchgeführt und positiv evaluiert.

Neben der Wissensvermittlung haben wir als Schule auch die Aufgabe, die sozialen Fähigkeiten, insbesondere die Klassengemeinschaft zu fördern. Darum führen wir mit unseren Schüler/innen im 5. Jahrgang ein Sozialtraining (nach Grüner, Institut für Konfliktkultur Freiburg) durch, das in den darauffolgenden Jahrgängen weitergeführt wird. Hierbei lernen die Kinder und Jugendlichen:

  • aufrichtig zu sein,
  • die eigene Meinung offen zu äußern (Zivilcourage) und die Meinungen anderer zu respektieren,
  • die wichtigsten Grund- und Menschenrechte zu erarbeiten und sich gewaltfrei zu wehren,
  • dissoziales Verhalten von Mitschülern oder Gruppenteilnehmern konstruktiv zu kritisieren und prosoziales Verhalten anzuerkennen,
  • problematische Verhaltensweisen unter Mithilfe der Klasse oder Gruppe in kleinen, realistischen und überprüfbaren Schritten abzubauen.

Das Sozialtraining hat positive Auswirkungen auf das soziale Klima und verhindert Mobbingprozesse. Der respektvolle Umgang miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und der Zusammenhalt werden gestärkt. Die positiven Beziehungserfahrungen wirken sich auch auf die Lernmotivation aus und führen zu einem verbesserten Arbeits- und Lernklima.

Um in der Schule ( und im späteren Leben) erfolgreich zu sein, brauchen Schüler/innen folgende Kompetenzen:

  • Bedürfnisaufschub (warten, verzichten),
  • Frustrationstoleranz (aushalten können),
  • Selbstkontrolle (Selbstbeherrschung).

Dabei handeln wir nach dem autoritativen Erziehungsstil, der konsequent und wertschätzend ist. Prosoziales Verhalten wird durch die Vorfreude auf Zuwendung und Anerkennung und durch Hilfsangebote und Training gefördert. Wichtig ist die Trennung von Person und Verhalten, sodass nicht der/die Schüler/in oder sein/ihr inneres Erleben, sondern einzelne Verhaltensweisen im Fokus der Kritik stehen.

Um Kinder und Jugendliche dazu zu motivieren an ihren sozialen Kompetenzen zu arbeiten und zielführendes Verhalten zu zeigen, muss die Lehrperson sich an folgende Handlungsrichtlinien halten:

  • erklären: dem/der Schüler/in den Sinn des gewünschten Verhaltens begreiflich machen (Einsicht, intrinsische Motivation).
  • (Handlungs-)Wissen vermitteln, Fördern, Unterstützen, Helfen (Erfolgserlebnisse ermöglichen, Selbstwirksamkeit).
  • Vorbild sein, in Beziehung sein, Bindung aufbauen.
  • Mit positivem Feedback und Anerkennung arbeiten.

Noch zu bearbeitende Punkte:

Diese Aufzählung berücksichtigt ausdrücklich noch nicht folgende Fragen:

  • welches Gewicht der binnendifferenzierende Unterricht im Klassenverband, in Jahrgangslernbüros und in jahrgangsübergreifenden „leistungshomogeneren“ Gruppen haben soll.
  • wie die Rhythmisierung gestaltet werden soll,

da man davon ausgehen kann, dass die oben genannten Ziele durchaus in verschiedenen Organisationsmustern realisierbar wären.

Hier konkrete Modelle vorzustellen wird Aufgabe der relaunchten Projektgruppe sein. Dabei soll die Balance zwischen individuellen und kooperativen Lernformen im Auge behalten werden.

Stand 19.4.2017

In dieser Tradition stehen wir - Das pädagogische Konzept aus dem Gründungsjahr

Unsere Vorstellungen davon, wie wir unterschiedliche Schüler/innen gemeinsam erfolgreich und für alle gewinnbringend unterrichten wollen, finden sich in unserem Pädagogischen Konzept »Gemeinsam Lernen auf unterschiedlichen Lernwegen«, dessen Titel auch das Leitbild unserer Schule darstellt.
LEISTUNG FORDERN –  LERNEN FÖRDERN
Wir erheben die Lernstände unserer Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schuljahres und bieten entsprechend zusätzliche Aufgaben/Inhalte für leistungsstarke und schnelle Schülerinnen und Schüler sowie spezielle Förderungsangebote bei Lerndefiziten. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit individualisierten Wochen- udn Arbeitsplänen wobei selbstgesteuerte Lernformen präferiert werden.
Hausaufgaben werden an unserer Schule in den Arbeits- und Übungsstunden begonnen. Der Rest muss zu Hause erledigt werden. Ebenso wie: Vokabeln, Lernen für Tests und Referate.
Berufsvorbereitung ist uns ebenfalls wichtig. Wir beginnen frühzeitig nach einem eigenen Plan mit der Vorbereitung der Berufswahl und des Überganges in die Berufswelt.

  • Eigene Kompetenzen entdecken
  • Beratung und Information
  • Berufspraktika
  • Zusammenarbeit mit Betrieben, Arbeitsagentur etc.

KEINE ZIFFERNNOTEN – KEIN SITZENBLEIBEN
Es gibt bis zum Ende von Klasse 7 keine Ziffernnoten (1 bis 6) aber eine ausführliche schriftliche Rückmeldung über Lernerfolge.
Auch erzwungenes Wiederholen von Klassen kennen und wollen wir nicht.
Neben dem Unterricht als unserem »Kerngeschäft« gestalten wir unser Schulleben durch Feste, Fahrten, Aufführungen und andere Aktionen.

Konkreter haben wir unsere Vorstellungen für die Entwicklung der Schule schon 2010 in der Planungsgruppe zur Errichtung der IGS Büssingweg formuliert:

„Gemeinsam Lernen – eigene Lernwege beschreiten“ an der IGS Büssingweg:

Dieses Konzept wurde für den Aufbau der IGS Büssingweg beschlossen von der Planungsgruppe am 10.4.2010

Grundlegende Legitimation

  • „Eine Schule für alle“ bedeutet nicht „Gleicher Unterricht und gleiches Tempo für alle“.
  • Dreigliedrigkeit wird nicht ersetzt durch Einheitsschule sondern durch „Schule für jedeN SchülerIn“
  • Anspruch der IGS Büssingweg: „Hohe Unterrichtsqualität – Wir wollen zu den besten Schulen gehören!“
  • Soziale Fähigkeiten (Teamkompetenzen, kommunikative Kompetenzen...) als Vorbedingung für eine erfolgreiches und erfülltes Leben
  • Binnendifferenzierung - Anspruch auf Binnendifferenzierung folgt auch aus dem IGS-Erlass

Ziele:

  • Frühzeitig auf Binnendifferenzierung (statt äußerer Fachleistungsdifferenzierung) in späteren Jahrgängen hinarbeiten
  • Gleichzeitig kommunikative und soziale Kompetenzen entwickeln.
  • Eltern aus bildungsnahen Schichten eine attraktive (pädagogisch interessante) Alternative zu anderen Schulen aufzeigen (Fordern, Profilierung, eingehen auf die Interessen und Tempi der einzelnen SuS)
  • schwache SuS gezielt fördern (siehe z.B. Förderprogramm der IGS-VS)
  • SuS mit anderer Muttersprache an die deutsche Sprache heranführen und so unterrichtsfähig machen
  • hohe Unterrichtsqualität
  • Synergien aus Teamarbeit gewinnen

Wie soll das gehen?

  • In Unterrichtsstunden, die (zunehmend) aus dem Stundendeputat der einzelnen Fächern entnommen werden, lernen die SuS auf jeweils eigenen Lernwegen an
    • von der Schule vorgegebenen
    • aber von ihnen für diese Stunde frei gewählten
      Aufgabenstellungen (Übungsaufgaben, Langezeitaufgaben etc.), ungefähr wie bei Wochenplanarbeit.
  • Dieser Bereich selbstständigen Lernens, in dem - zunächst fach- und unterrichtseinheitsbezogen – Aufgaben selbstständig bearbeitet werden, wird im Verlauf der Schulzeit immer weiter ausgeweitet.
  • Starke SuS erhalten von Beginn an zusätzliche, völlig selbst zu bearbeitende UEs.
  • Zu fördernde SuS arbeiten an ihren speziellen Förderprogrammen.

(...)

Methoden der Binnendifferenzierung (nach Bönsch)

  • „mittlere Arrangements“
    • Wochenplanarbeit (*)
    • Freiarbeit
    • Wahldifferenzierung
    • Stationenlernen
    • Werkstattunterricht
    • Selbstbildungszentren
  • „fortgeschrittene Arrangements“
    • Kompetenzraster (*)
    • FachlehrerInnenkette
    • Computer-Programme

Vorgabe der Lernwege, aber wie?

  • Zu Beginn durch den/die LehrerIn (→ einzelne Aufgaben (evtl. Wahlaufgaben) , dann Wochenpläne, zunehmender Grad der selbstständigen Auswahl)
  • Grundlage für stärker selbstständiges Arbeiten sind Kompetenzraster, wie sie gegenwärtig durch die KCs und Bildungsstandards sowieso schon vorgegeben sind.
  • Diese müssen nach einem gestuften Verfahren (siehe Max-Brauer-Schule) konkretisiert und für die SchülerInnen handhabbar gemacht werden
  • Es gibt zunächst zusätzliche UEs, die nicht alle machen
    • Förder-UEs je nach Diagnose des Förderbedarfes
    • Spracherwerb-UEs
    • UEs für leistungsstarke SuS (z.B.:
      • Gesellschaft: Rom,Griechenland oder Ägypten ist vorgeschrieben, ein weiterer Bereich wird zusätzlich gemacht
      • Mathematik: Stellenwertsysteme (andere Stellenwertsysteme), Wir bauen eine Stadt (etc...
      • NW:
    • die letztgenannte entstammen perspektivisch der Differenz zwischen den KC des Gymn. und denen der IGS).

Ansprüche an UEs, die diesen Ansprüchen genügen

Probleme

  • Arbeitsaufwand (Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, Lösungen, am besten mit gestaffelten Hinweisen etc.) → müssen in den Teams erstellt werden
  • Arbeitsatmosphäre (muss ruhig sein , es muss gearbeitet werden ) → geht bei der Einführung vor inhaltlichen Fortschritten
  • Kontrolle → Selbstkontrolle, „Chefsysteme“, später evtl. auch ältere SuS
  • In Fremdsprachen hat das Konzept Grenzen, weil Kommunikation durchgeführt werden muss → evtl. werden die Fremdsprachen aus dem Konzept heraus genommen, oder es werden nur Grammatikübungen etc. in das Konzept verlagert.
  • Schwache SchülerInnen müssen hier zu Beginn sehr eng angeleitet werden

Hilfe und Arbeitserleichterung für die Lehrkräfte

  • Teamarbeit
  • Mehrfachbesetzungen, d-h., der gleiche Unterricht wird in mehreren Lerngruppen durchgeführt, muss aber nur einmal vorbereitet werden
  • alles, was kommerziell oder sonstwie erhältlich ist, wird angekauft (z.B Diagnose- und darauf aufbauend spezifische Fördermaterialien)
  • wenn gute Materialien erstellt/erworben wurden, hat der die LehrerIn im Unterricht mehr Zeit und Muße um zu beobachten, zu disziplinieren, zu fördern...
  • Fort- und Weiterbilddungen
  • perspektivisch Jahrgangsübergriff wie an der IGS Winterhude / Glockseeschule etc (ältere erklären den jüngeren, „es gibt eigentlich immer jemand, der die entsprechenden Aufgaben schon bearbeitet hat.“)

Notwendige Randbedingungen

  • Disziplinierte Arbeitsatmosphäre, Ruhe, Lernwilligkeit der SuS
  • Doppelstunden sind sehr förderlich - muss zunächst nicht durchgehend sein)
  • Infrastruktur (Differenzierungsorte, Regale mit Materialien, gemeinsamer Computerzugang für alle Lehrkräfte, die an Materialien arbeiten, ….)

Disziplin/Ordnung/Rituale

  • Zu Beginn muss der Schwerpunkt auf der Einführung der Methode liegen, d.h.
    • ruhige Arbeitsatmosphäre
    • Arbeitswille, Motivation
    • grundlegende Techniken (Umgang mit Wochenplan, Kompetenzraster etc, Selbstkontrolle, Arbeiten im Chef-System ….)
  • Gute Schüler machen mehr und auch schneller und das muss ihnen von Anfang an klar gemacht werden
  • Belohnungssysteme (7 „gute Stunden → eine Spielstunde, individuelle Belohnungen bei individuellen Zielerreichungen (freie Themenwahl, Erlaubnis zum Lernen ohne Aufsicht....), Belohnungen für alle, wenn bestimmte Lernziele von allen erreicht wurden, Punkt, Sternchen....)
  • Konkrete Regelsysteme, wenig Regeln, aber die werden auch durchgesetzt
  • negative Sanktionen
  • Parallel und auch direkt verbunden → soziales Lernen
  • Wenn die Stunden selbstständigen Lernens parallel liegen, können die SuS zwischen den Klassen wechseln (ruhige Gruppen und besonders zu beaufsichtigende Gruppen)

Leistungsfeststellung

  • optimal wären natürlich individualisierte Tests („wenn man fertig ist“),
  • Chefsysteme
  • Fördern/Fordern/Erwerb der Bildungssprache
  • nach den Eingangsdiagnosen beschäftigen sich die förderungsbedürftigen SuS mit den entsprechend auf sie zugeschnittenen Fördermaterial. SuS mit geringem Förderbedarf werden sofort an zusätzliche UEs herangeführt, die sie in dieser Zeit erledigen (zusätzlich bedeutet in 5 Stoff, der nicht unmittelbar abschlussrelevant ist, aber trotzdem einen hohen Bildungsgehalt hat)
  • vollständig durchgeführte Binnendifferenzierung führt möglicherweise zu Vereinzelung und Einzelkämpfertum
  • Gemeinsames Lernen, Kooperatives Lernen, Teamentwicklung der Klasse
  • deswegen wird Lernen in kleinen Teams gefördert
  • weiterhin muss es auch UEs geben, die vollständig in der Klasse durchgeführt werden, beispielsweise nach Methoden des Kooperativen Lernens.

Vorbilder

  • Max-Brauer-Schule
  • IGS Winterhude
  • tlw. Laborschule Bielefeld
  • Beatenberg
  • verschiedene IGSen, insbesondere in Hessen (evtl. Quelle für Material)

Konkrete Einführung

  • wichtig ist, dass das Ziel von Anfang an auch den SuS klar ist
  • es muss von Anfang an mit einer kleinen Anzahl von Stunden losgehen (Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Mathematik …???)
  • Zielvorgaben
    • bis zum Sommer: eine „zusätzliche“ UEs und zwei reguläre, die tlw. In selbstständiger Arbeit durchgeführt werden könnten, wo es also Aufgabensets mit gestuften Hilfen, Lösungen zur Selbbstkontrolle etc gibt:)
    • bis zu den Weihnachtsferien ??
  • gestufte, individualisierte Einführung bei den SuS
    • insbesondere die Stärkeren müssen vom ersten Tag an beschäftigt werden
  • optimal wären natürlich individualisierte Tests („wenn man fertig ist“), allerdings gibt es da noch ein Problem mit dem Klassenarbeitserlass
  • Chefsysteme