Großen Besuch hat die IGS Büssingweg bekommen: Ministerpräsident Olaf Lies, Stephan Ertner, Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium, und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay waren zu Gast an unserer Schule. Anlass war die vom Land Niedersachsen gestartete Initiative, nach und nach alle Schülerinnen und Schüler mit Tablets auszustatten. Die drei Politiker wollten sich vor Ort anschauen, wie die digitalen Geräte bereits heute sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden.Ein besonderer Termin
Schon vor Beginn des Besuchs war klar: Das ist kein gewöhnlicher Schultag. Der ein oder andere Schüler machte beim Blick aus dem Fenster große Augen. Auf dem Parkplatz hatten sich zahlreiche Erwachsene versammelt – die Gäste mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, beim Ministerpräsidenten auch Personenschützer, Vertreterinnen und Vertreter der Presse von Sat.1 Nord, Hannoverscher Allgemeiner Zeitung und Neuer Presse sowie unsere Schulleitung und Lehrkräfte, die den Besuch vorbereitet und organisiert hatten.
Der große Auflauf machte deutlich, dass dieser Termin eine besondere Bedeutung für die IGS Büssingweg hatte. Schließlich sollte sich die Schule von ihrer besten Seite zeigen. Und so viel sei vorab verraten: Das gelang bestens.
Digitaler Unterricht in der Klasse 7b
Nach einem kurzen Gang durch die Schule erreichte die Besuchergruppe die Holzmodulanlage. Dort wartete bereits die Klasse 7b. Unter der Leitung der Lehrerinnen Frau Knuth und Frau Ahlzweig erhielten die Gäste einen direkten Einblick in die Unterrichtspraxis.
Zunächst tauschten sich Olaf Lies, Stephan Ertner und Belit Onay mit den Schülerinnen und Schülern darüber aus, wie sie die iPads und digitale Anwendungen in der aktuellen Unterrichtsstunde nutzen. Anschließend stellte ein Schüler mutig sein Arbeitsergebnis vor: ein selbst erstelltes Erklärvideo über den Raubvogel Habicht. Über ein digitales Tool konnten die Schülerinnen und Schüler außerdem direkt Rückmeldung dazu geben, wie hilfreich sie die Anwendung zur Videoerstellung fanden.
„Ich fand das mit dem Videos-Erstellen richtig cool.“ Can, Klasse 7b
Auch Sophia sieht einen besonderen Vorteil: „Ich fand es auch gut für die Schüler, die sich nicht nach vorn trauen und vor der Klasse zu sprechen.“
„Im Unterricht war die Begeisterung spürbar“
Ministerpräsident Olaf Lies zeigte sich nach dem Unterrichtsbesuch beeindruckt:
„Das ist ein echter Erfolg. Im Unterricht war die Begeisterung spürbar.“
Digitales Arbeiten müsse auch im Unterricht eine wichtige Rolle spielen, betonte Lies. Dabei könne es insbesondere bei der Differenzierung neue Möglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig stellte er klar: „Es ersetzt nicht die klassischen Fähigkeiten wie Schreiben und Lesen.“
Auch Staatssekretär Stephan Ertner machte deutlich, warum das Land Niedersachsen die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten vorantreibt: „Hier haben wir gesehen, warum wir das machen: um die Schülerinnen und Schüler beim Lernen zu unterstützen.“
Mit Blick auf die Zukunft ergänzte er: „Die Welt von morgen wird einfach unglaublich digital sein, und wir müssen die Schülerinnen und Schüler daran heranführen.“ Dabei gehe es aber ausdrücklich darum, digitale Kompetenzen sinnvoll aufzubauen, ohne das Erlernen klassischer Fähigkeiten zu vernachlässigen.
Endgeräte und Infrastruktur greifen ineinander
Gesamtschuldirektorin Isabell Lenius zeigte sich besonders beeindruckt vom mutigen Auftreten der Schülerinnen und Schüler und dankte zugleich den beteiligten Kolleginnen für die Vorbereitung des Unterrichtsbesuchs.
„Wir freuen uns sehr, dass wir nun mit dem digitalen Arbeiten im Unterricht richtig und vor allem flächendeckend starten können.“ Isabell Lenius, Gesamtschuldirektorin
„Dafür möchten wir dem Land Niedersachsen ausdrücklich für die Unterstützung danken“, so Lenius weiter. Besonders wichtig sei das Zusammenspiel von Endgeräten und einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur: Mit den iPads für alle Schülerinnen und Schüler sowie dem flächendeckenden WLAN und der modernen technischen Ausstattung, die mit dem Schulneubau entsteht, griffen Endgeräte und Infrastruktur künftig optimal ineinander.
Die einheitliche Ausstattung schaffe gleiche Lernvoraussetzungen für alle und eröffne neue Möglichkeiten für einen zeitgemäßen Unterricht. Die iPads sollen dabei das bewährte Lernen und Arbeiten nicht ersetzen, sondern dort sinnvoll ergänzen, wo digitale Werkzeuge einen echten Mehrwert bieten.
Wichtig bleiben für die IGS Büssingweg dabei auch die kontinuierliche Fortbildung der Lehrkräfte sowie eine verlässliche Finanzierung für Ersatzbeschaffungen und technischen Support. So versteht die Schule Digitalisierung als Chance für guten Unterricht und mehr Bildungsgerechtigkeit.
„Mit dem Tablet ist es für mich einfacher“
Dass die digitalen Geräte auch im Schulalltag ganz konkrete Vorteile bieten können, erklärte Can aus der 7b:
„Ich finde es einfacher mit einem Tablet, weil meine Schrift nicht so gut ist und andere sie manchmal nicht gut lesen können. Wenn man etwas falsch geschrieben hat, kann man es einfach wieder ändern.“
Der Besuch von Ministerpräsident Olaf Lies, Staatssekretär Stephan Ertner und Oberbürgermeister Belit Onay hat damit eindrucksvoll gezeigt: Digitalisierung ist an der IGS Büssingweg längst nicht nur ein Zukunftsthema. In der Klasse 7b wurde sichtbar, wie digitale Werkzeuge kreativ und sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden können – und wie viel Potenzial in einem gut durchdachten Zusammenspiel aus moderner Technik, pädagogischem Konzept und engagierten Lehrkräften steckt.
