An der IGS Büssingweg gibt es herausragende Talente, die es schaffen, neben dem ganzen Schulstress tolle Erfolge zu erzielen. Dazu zählt Eren Doganay, aus dem 12. Jahrgang und beim TSV Havelse in der Junioren-Fußball-Bundesliga aktiv. Im Interview spricht der begabte Verteidiger unter anderem darüber, wie er Schule und Leistungssport unter einen Hut bekommt.

Eren, seit wann spielst du Fußball und wie bist du zum Fußball gekommen?
Ich spiele seit meinem neunten Lebensjahr Fußball. Ich hatte schon immer eine große Leidenschaft für diesen Sport. Außerdem habe ich früher viel mit meinem Vater Fußball geschaut und auch selbst mit ihm gespielt. Dadurch bin ich immer mehr zum Fußball gekommen.

Berichte bitte, welche Erfolge du bereits hattest und wie du das geschafft hast!
Ein persönlicher Erfolg für mich war, dass ich bereits in die damalige U19-Regionalliga hochgezogen wurde. Das war etwas Besonderes, weil nur drei Spieler aus der U17 diese Chance bekommen haben. Mit der Mannschaft sind wir anschließend in die Bundesliga aufgestiegen und konnten dort auch den Klassenerhalt schaffen. Das sind bisher zwei meiner größten sportlichen Erfolge.

Was bedeutet dir deine Sportart persönlich? Ist es eher ein Hobby oder willst du das beruflich machen?
Für mich war Fußball lange ein Hobby. Je höher ich gespielt habe, desto größer wurde aber meine Motivation, daraus mehr zu machen. Inzwischen bin ich an dem Punkt angekommen, dass ich neben der Schule versuche, den Fußball so professionell wie möglich zu verfolgen und ihn später gerne beruflich machen würde.

Wie sieht eine typische Trainingswoche bei dir aus? Wie schaffst du es, Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bringen?
Ich trainiere fünfmal pro Woche. Meistens fahre ich direkt nach der Schule zum Training. Allein die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde hin und danach nochmal ungefähr eine Stunde zurück. Deshalb versuche ich, die Zeit in der Bahn sinnvoll zu nutzen und erledige dort meistens meine Hausaufgaben oder lerne für die Schule. Dadurch bleibt mir zu Hause oft weniger Zeit und ich muss meinen Alltag gut organisieren. Schule und Leistungssport gleichzeitig unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach, vor allem wegen der Müdigkeit und weil man zusätzlich auch auf Schlaf und Ernährung achten muss. Trotzdem ist das für mich seit zwei bis drei Jahren Alltag geworden und mittlerweile fällt es mir leichter, als viele vielleicht denken. Ich sehe das eher als Teil meines Weges und versuche, in beiden Bereichen mein Bestes zu geben.

Gab es einen Moment in deiner bisherigen Sportkarriere, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Vielleicht ein großer Erfolg?
Es gab viele schöne Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind. Einen werde ich aber nie vergessen: Als ich in der Zeitung war und gesehen habe, wie stolz meine Familie auf mich war. Dieser Moment bedeutet mir bis heute sehr viel.

Was motiviert dich an Tagen, an denen das Training besonders hart ist oder etwas nicht auf Anhieb klappt?
Besonders motivieren mich mein Vater und mein verstorbener Opa. Mein Opa wollte immer, dass ich im Fußball weit komme, und mein Vater unterstützt mich bis heute bei allem. Ich möchte beide stolz machen.

Hast du ein sportliches Vorbild oder jemanden, der dich auf deinem Weg besonders unterstützt hat?
Mein sportliches Vorbild ist Sergio Ramos. Da ich selbst Innenverteidiger bin und er ein außergewöhnlicher Spieler war, schaue ich mir viel von ihm ab. Am meisten unterstützt mich aber mein Vater. Bei fast jedem Spiel steht er an der Seitenlinie – das gibt mir jedes Mal zusätzliche Motivation.