
v.l.n.r.: Gronemann, Feldschnieders, Lenius, Cronau-Kretzschmar, Onay
Ein symbolischer Schlüssel für etwas ganz Großes: Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe wurde der Neubau der IGS Büssingweg offiziell übergeben. Schülerinnen und Schüler, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Planung und Bau sowie zahlreiche Gäste feierten gemeinsam einen besonderen Meilenstein in der Geschichte unserer Schule.
„Heute bekommen wir einen Schlüssel. Einen symbolischen Schlüssel – und doch steht dieser kleine Schlüssel für etwas sehr Großes“, sagte Gesamtschuldirektorin Lenius zu Beginn ihrer Rede.
Der Schlüssel öffne nicht einfach nur die Tür zu einem neuen Gebäude, sondern „die Tür zu einer neuen Etappe unserer Schule“.
Ein Gebäude für modernes Lernen
Oberbürgermeister Belit Onay zeigte sich bei seinem Blick auf den Neubau begeistert: „Wow! Ein Wahnsinnsgebäude.“ Für die IGS Büssingweg sei es ein großer Tag. Hier sei ein besonderer Ort entstanden, an dem künftig bis zu 1250 Schülerinnen und Schüler lernen können. Besonders deutlich werde die pädagogische Idee hinter dem Gebäude: Lernen solle hier nicht begrenzt werden. Vielmehr sei eine moderne Lernlandschaft entstanden, die unterschiedliche Formen des Lernens ermöglicht. Auch Aspekte der Nachhaltigkeit – etwa durch Photovoltaik und die Auswahl der eingesetzten Materialien – seien bei der Planung berücksichtigt worden. „Liebe Schülerinnen und Schüler: Willkommen in eurem Gebäude!“, rief Onay den Jugendlichen zu.
Auch Stefan Feldschnieders von FK Architekten betonte als Vertreter des gesamten Planungsteams sowie der Innenarchitekten Remke und Partner die Bedeutung des neuen Lernortes. Der Neubau solle ein guter Ort werden, „um Schülerinnen und Schüler bestmöglich in die Zukunft zu führen“.
Ein gemeinsames Großprojekt
Wie groß und komplex das Bauvorhaben war, machte Jörg Gronemann, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement der Landeshauptstadt Hannover, deutlich. Rund 130 Einzelgewerke mussten bei dem Projekt koordiniert werden. An der Entstehung des Neubaus hätten so viele Menschen mitgewirkt, dass sich kaum alle aufzählen ließen. Ein besonderer Dank galt dabei Architektin Frau Cronau-Kretschmar, die das Projekt über viele Jahre begleitet hat. Auch Gesamtschuldirektorin Lenius würdigte ihre Arbeit ausdrücklich: Sie habe es immer wieder geschafft, die Ideen und Perspektiven der Schule zu berücksichtigen:
„Hier wurde nicht einfach eine Schule gebaut. Hier wurden Räume für unser Verständnis von Schule geschaffen.“
Für Lenius ist genau das das Entscheidende am Neubau. Moderne Architektur, helle Räume, hochwertige Materialien und eine zeitgemäße technische Ausstattung seien sichtbar – dahinter stehe aber vor allem eine pädagogische Idee. Räume, die unterschiedliche Lernwege ermöglichen.
Ein Herzstück des neuen Gebäudes ist die Lernmitte. Gemeinsam mit den offenen Klassenräumen, individuellen Lernbereichen und Lernhäusern schafft sie vielfältige Möglichkeiten: Schülerinnen und Schüler können konzentriert allein arbeiten, gemeinsam Projekte entwickeln, sich gegenseitig unterstützen und durch Lehrkräfte beraten und begleitet werden. „Nicht alle Schülerinnen und Schüler lernen zur gleichen Zeit dasselbe auf die gleiche Weise“, betonte Lenius. Ziel sei es deshalb, unterschiedliche Lernwege zu ermöglichen und jedes Kind sowie jeden Jugendlichen dabei zu unterstützen, den eigenen Weg zu finden.
Auch die moderne digitale Ausstattung und die leistungsfähige technische Infrastruktur eröffnen neue Möglichkeiten für zeitgemäßen Unterricht. Dabei, so Lenius, sei Technik kein Selbstzweck. Sie solle dabei helfen, Unterricht vielfältiger zu gestalten, gemeinsam zu arbeiten, kreativ zu sein und individuelle Lernwege zu unterstützen.
Schule als gemeinsamer Lebensort
Besonders wichtig ist an der neuen IGS Büssingweg außerdem, dass Schule mehr sein soll als nur Unterricht. Aufenthalts- und Begegnungsbereiche bieten Raum für Freundschaften, Gespräche, gemeinsames Arbeiten und Erholung.
Auch Kunst und Gestaltung spielen dabei eine wichtige Rolle. „Die Kunst am Bau ist mir auch ganz wichtig“, betonte Lenius. Schülerinnen und Schüler sollen ihre Schule aktiv mitgestalten und mit ihren Ideen, Projekten und ihrer Kreativität sichtbar werden. Diese Grundidee wurde bereits mit dem Fliesenprojekt für die neuen Toiletten-Räume umgesetzt, bei dem Schüler und Schüerinnen der IGS rund 600 Fliesen selbst gestaltet haben, die dann im neuen
Gebäude prominent sichtbar verbaut wurden.
„Wir wollen keine Schule, die nur für Schülerinnen und Schüler gebaut wurde. Wir wollen eine Schule, die gemeinsam mit ihnen gestaltet wird“, sagte Lenius.
Dass die neuen Räume nun nach und nach mit Leben gefüllt werden, wurde bereits während der Feier deutlich. Schülerinnen der Schülerband aus dem 8. und 9. Jahrgang weihten die Bühne mit dem Song „Cheap Thrills“ von Sia musikalisch ein. Anschließend sangen Hind und Lisbeth aus dem 9. Jahrgang gemeinsam „From The Start“ von Laufey. Hind freute sich besonders darauf, „neue Erinnerungen mit meinen Freunden zu erstellen“.
„Der Bau ist fertig. Aber die Schule beginnt jetzt erst.“
Noch ist nicht alles abgeschlossen. Insbesondere im Außenbereich gibt es weiterhin einiges zu tun – der Campus der IGS Büssingweg wächst also weiter. Doch die Schlüsselübergabe war ein Anlass, zunächst einmal gemeinsam innezuhalten und sich über das Erreichte zu freuen. Zum Abschluss brachte Frau Lenius die Bedeutung dieses Tages auf den Punkt:
„Heute wird uns ein symbolischer Schlüssel überreicht. Aber eigentlich übernehmen wir heute etwas viel Größeres: Wir übernehmen einen neuen Ort für unsere Schulgemeinschaft.“
Ein Ort zum Lernen, Forschen, Ausprobieren, Begegnen, Gestalten und Wachsen. Oder, wie die Gesamtschuldirektorin es formulierte: „Der Bau ist fertig. Aber die Schule beginnt jetzt erst.“ Jetzt freut sich die gesamte Schulgemeinschaft darauf, den beeindruckenden Neubau mit Leben zu füllen und zu ihrer Schule zu machen.
