In den vergangenen Monaten konnten Schülerinnen und Schüler der IGS Büssingweg besondere Bewegungserfahrungen abseits der klassischen Sporthalle sammeln: Im Rahmen einer Kooperation mit der Skatehalle Gleis D im Stadtteil besuchten mehrere Lerngruppen regelmäßig die Halle und tauchten in die Welt des Skateboardens ein.
Möglich wurde das Projekt durch eine Zusammenarbeit zwischen der IGS Büssingweg, dem Verein Gleis D und der Stadt Hannover. An dem Angebot nahmen zwei fünfte Klassen, eine neunte Klasse sowie ein Sportkurs der Oberstufe teil.
Von der Idee zur Kooperation
Die Idee für die Zusammenarbeit entstand aus privaten Kontakten. „Die Skatehalle war uns schon lange bekannt und wir haben immer wieder versucht, ein für die Schule finanzierbares Angebot zu schaffen“, berichtet Frau Stolte, Leiterin des Fachbereichs Sport an der IGS Büssingweg. Durch entsprechende Projektförderungen konnte das Vorhaben schließlich umgesetzt werden.
Für die Schule stand dabei weit mehr als die sportliche Aktivität im Vordergrund. „Wir sehen hier viel pädagogisches Potenzial“, erklärt Stolte. „Die Schülerinnen und Schüler machen ganz neue Bewegungserfahrungen, lernen, etwas zu wagen und an ihre Grenzen zu gehen.“
Besonders wertvoll sei gewesen, dass die meisten Kinder ohne Vorerfahrungen gestartet seien. So konnten sie gemeinsam Neues ausprobieren und als Klassengemeinschaft zusammenwachsen.
Lernen, Mut zeigen und gemeinsam wachsen
Auch die Nähe der Skatehalle zur Schule spielte eine wichtige Rolle. Die Kooperation bot die Möglichkeit, die Vernetzung der Schule mit ihrem Stadtteil weiter zu stärken und den Schülerinnen und Schülern neue Freizeitangebote in ihrem direkten Umfeld aufzuzeigen.
Die Verantwortlichen von Gleis D ziehen ebenfalls eine positive Bilanz. „Solche Schulangebote ermöglichen vielen Kindern einen ersten Zugang zum Skaten und zur Skatehalle“, sagt Marvin Fuhrberg vom Gleis D Skatehalle Verein zur Förderung von Jugendkultur und Sport.
Dass das Angebot bei den Kindern gut ankam, zeigte sich bereits in den ersten Stunden: Während einige sofort auf das Board stiegen, tasteten sich andere zunächst vorsichtig heran. „Das Tolle am Skateboarden ist, dass es nicht nur einen richtigen Weg gibt. Jede und jeder kann im eigenen Tempo lernen, kleine Fortschritte machen und eigene Ziele setzen“, so Fuhrberg.
Positive Erfahrungen mit Blick in die Zukunft
Neben Gleichgewicht, Koordination und Bewegung förderte das Skateboarden vor allem Mut, Selbstvertrauen und gegenseitige Unterstützung. Die Verantwortlichen von der IGS Büssingweg und Gleis D hoffen, die erfolgreiche Zusammenarbeit auch künftig fortsetzen und weiter ausbauen zu können. Stolte: „Langfristig würden wir gerne die JG 6 und 9 regelmäßig in die Halle schicken, sowie einen Oberstufenkurs dort etablieren – das ist aber noch nicht in trockenen Tüchern.“
Wer auch außerhalb des Unterrichts weiter skaten möchte, kann die offenen Angebote von Gleis D nutzen. Dort stehen unter anderem Leihmaterial, Workshops und Schnupperangebote für Einsteigerinnen und Einsteiger zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Angeboten von Gleis D gibt es unter www.gleis-d.de.
